Ratgeber Hundefutter
Hundefutter Deklaration verstehen: Was steckt wirklich drin?
Die Wahl des richtigen Hundefutters ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres vierbeinigen Lieblings. Doch der Blick auf die Deklaration kann oft verwirrend sein. Wir bei Pfotenmahl helfen Ihnen dabei, den Durchblick zu bekommen.

Warum die Hundefutter Deklaration so wichtig ist
Jedes Päckchen Hundefutter ist wie ein kleines Versprechen – ein Versprechen für Gesundheit, Energie und ein langes, glückliches Hundeleben. Damit dieses Versprechen kein leeres bleibt, müssen wir genau hinschauen, was in den Napf kommt. Die Deklaration auf der Verpackung ist dabei Ihr wichtigstes Werkzeug. Sie gibt Aufschluss über die Qualität der Zutaten, den Nährwert und mögliche Allergene. Ein kritischer Blick hilft Ihnen nicht nur, minderwertiges Futter zu erkennen, sondern auch, die besonderen Bedürfnisse Ihres Hundes optimal zu erfüllen.
Die Reihenfolge der Zutaten: Ein erster Hinweis
Ein grundlegendes Prinzip der Deklaration ist, dass die Inhaltsstoffe nach ihrem Gewichtsanteil abnehmend aufgeführt werden. Das bedeutet, was an erster Stelle steht, ist am meisten enthalten. Steht hier also "Getreide" oder gar "Mais", noch vor einer Fleischquelle, sollten Sie hellhörig werden. Ein hochwertiges Futter weist Fleisch oder Fisch als Hauptbestandteil aus, idealerweise mit einer klaren Bezeichnung der Tierart (z.B. "Huhn", "Rind", "Lachs").
Achten Sie auf:
- Offene Deklaration: Hier werden alle Zutaten einzeln aufgeführt, was maximale Transparenz bietet.
- Geschlossene Deklaration: Hier werden Zutaten oft in Gruppen zusammengefasst (z.B. "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse"), was weniger Aufschluss gibt.
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: Was verbirgt sich dahinter?
Die Bezeichnung "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" klingt oft geheimnisvoll und kann alles Mögliche bedeuten – von hochwertigen Innereien bis hin zu Füllstoffen minderer Qualität. Idealerweise sollte die Fleischquelle genau benannt sein, beispielsweise "25% frisches Hühnerfleisch" oder "getrocknetes Entenprotein". Wenn die Zusammensetzung undefiniert bleibt, ist Skepsis angebracht. Gute Hersteller deklarieren exakt, welche Teile vom Tier verarbeitet wurden und in welchem Anteil.
Kohlenhydrate, Fette und Proteine: Die Makronährstoffe im Blick
Neben den einzelnen Zutaten ist die Analyse der Makronährstoffe von Bedeutung. Diese finden Sie meist unter den analytischen Bestandteilen:
- Rohprotein: Für Muskelaufbau und Zellfunktion unerlässlich. Der Gehalt variiert je nach Aktivität und Alter des Hundes.
- Rohfett: Ein wichtiger Energielieferant und Träger fettlöslicher Vitamine. Achten Sie auf eine ausgewogene Menge.
- Rohfaser: Wichtig für die Verdauung. Ein zu hoher Anteil kann auf viele Füllstoffe hindeuten.
- Rohasche: Beschreibt den Anteil an Mineralstoffen. Ein zu hoher Wert kann ein Zeichen für minderwertige Füllstoffe (Knochenmehl) sein, muss es aber nicht.
Zusatzstoffe: Vitamine, Mineralien und mehr
Zusatzstoffe sind oft unverzichtbar, um den Nährstoffbedarf Ihres Hundes vollständig zu decken. Hierzu gehören Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Achten Sie auch auf natürliche Antioxidantien wie Vitamin E statt synthetischer Konservierungsstoffe. Begriffe wie "EG-Zusatzstoffe" sind lediglich eine gesetzliche Kennzeichnung und sagen nichts über die Qualität aus.
Zucker und Getreidefreie Rezepturen: Ein spezieller Fokus
Zucker und ähnliche Süßungsmittel haben im Hundefutter nichts verloren. Sie dienen lediglich der Geschmacksverbesserung für den Halter und können zu Übergewicht und Zahnproblemen führen. Ein guter Hersteller verzichtet komplett darauf. Bei Getreide ist die Lage differenzierter. Viele Hunde vertragen Getreide gut, aber bei Allergien oder Unverträglichkeiten ist eine getreidefreie Rezeptur ratsam. Hier sollten Alternativen wie Süßkartoffel oder Erbsen verwendet werden.
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Setze um, was du gerade gelesen hast: Wähle ein passendes, sorgfältig zusammengestelltes Futter für deinen Hund.
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