Ratgeber Hundefutter

Weniger Futter im Sommer für Hunde: So geht’s richtig!

Wenn die Temperaturen steigen und der Sommer vor der Tür steht, fragen sich viele Hundebesitzer, ob und wie sie die Futterration ihres Lieblings anpassen sollten. Tatsächlich benötigt Ihr Vierbeiner in der heißen Jahreszeit oft eine andere Ernährung. Wir von Pfotenmahl zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Ein glücklicher Hund trinkt in der Sommerhitze aus einem Wassernapf, neben ihm steht eine Schale mit leichtem Futter
Die richtige Ernährung und ausreichend Wasser sind im Sommer entscheidend für das Wohlbefinden Ihres Hundes.

Warum brauchen Hunde im Sommer weniger Futter?

Der Sommer bringt nicht nur Sonne und lange Tage mit sich, sondern verändert auch den Energiebedarf unserer Hunde. Ganz einfach ausgedrückt: Bei höheren Temperaturen verbrauchen Hunde weniger Energie, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Sie hecheln mehr, um sich abzukühlen, und sind oft weniger aktiv, da die Mittagshitze zu anstrengend für ausgiebige Spaziergänge oder Tobereien ist. Dieser reduzierte Aktivitätslevel und der geringere Wärmebedarf bedeuten, dass die Kalorienzufuhr angepasst werden sollte, um einer unerwünschten Gewichtszunahme vorzubeugen. Ein überfütterter Hund hat es zudem bei Hitze schwerer, da ein höheres Körpergewicht die Wärmeabgabe zusätzlich erschwert.

Auf die Zusammensetzung kommt es an: Leichte Kost für heiße Tage

Nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Futters spielt eine Rolle. Im Sommer ist es ratsam, auf leicht verdauliche Kost zu setzen.

  • Weniger Fett: Fett ist ein wichtiger Energielieferant, der jedoch im Sommer reduziert werden sollte, da ein hoher Fettanteil den Stoffwechsel stärker belastet und zusätzliche Wärme erzeugt.
  • Mehr Feuchtigkeit: Futter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt, wie Nassfutter oder selbst zubereitete Mahlzeiten mit viel Gemüse, kann dazu beitragen, die Flüssigkeitszufuhr Ihres Hundes zu erhöhen – ein entscheidender Faktor bei sommerlichen Temperaturen.
  • Hochwertige Proteine: Achten Sie weiterhin auf eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Proteinen, die für den Muskelerhalt wichtig sind, aber wählen Sie magere Quellen, wie Huhn oder Fisch.

Die richtige Futtermenge finden

Die optimale Futtermenge im Sommer ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Rasse und Größe: Kleinere Hunde haben oft einen anderen Stoffwechsel als große Rassen.
  • Alter: Welpen und Seniorhunde haben spezielle Ernährungsbedürfnisse.
  • Aktivitätslevel: Auch wenn die Aktivität im Sommer allgemein sinkt, gibt es immer noch Unterschiede zwischen einem Couch-Potato und einem agilen Begleiter.

Als Faustregel können Sie die Futtermenge um etwa 10-20 % reduzieren. Beobachten Sie jedoch immer genau den Zustand Ihres Hundes. Ist er lethargisch, nimmt er zu oder ab, passen Sie die Menge entsprechend an. Konsultieren Sie im Zweifel Ihren Tierarzt, um eine genaue Empfehlung zu erhalten.

Flüssigkeitszufuhr ist das A und O

Eines der wichtigsten Themen im Sommer ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Neben der Anpassung des Futters sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund stets Zugang zu frischem, sauberem Wasser hat.

  • Mehrere Wassernäpfe: Stellen Sie an verschiedenen Orten im Haus und Garten Wassernäpfe bereit.
  • Unterwegs: Nehmen Sie immer eine Wasserflasche und einen tragbaren Napf mit, wenn Sie unterwegs sind.
  • Kühles Wasser: Manche Hunde trinken lieber leicht kühles Wasser, aber vermeiden Sie eiskaltes Wasser, da dies zu Magenproblemen führen kann.
  • Wasserreiches Futter: Wie bereits erwähnt, kann Nassfutter oder die Zugabe von etwas Wasser zum Trockenfutter die Hydration unterstützen.

Snack-Alternativen für heiße Tage

Verzichten Sie im Sommer nicht auf Belohnungen und Snacks, sondern wählen Sie die richtigen.

  • Gefrorene Früchte und Gemüse: Kleine Stücke von Wassermelone (ohne Kerne!), Gurke oder Eiswürfel mit etwas Hühnerbrühe sind erfrischende und gesunde Alternativen.
  • Hundeeis: Es gibt spezielle Hundeeis-Rezepte oder fertiges Hundeeis, das eine willkommene Abkühlung bietet.
  • Vorsicht bei Kalorien: Auch bei Snacks gilt: Achten Sie auf die Kalorienzahl, um eine Überfütterung zu vermeiden.

Fazit

Die Ernährung Ihres Hundes im Sommer anzupassen, ist ein wichtiger Schritt, um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu gewährleisten. Weniger ist oft mehr, besonders wenn es um die Futtermenge geht. Achten Sie auf leichte, feuchtigkeitsreiche Kost und stellen Sie sicher, dass Ihr Hund immer ausreichend trinkt. Mit diesen einfachen Anpassungen helfen Sie Ihrem Vierbeiner, die heißen Tage unbeschwert und fit zu meistern. So kann Ihr bester Freund den Sommer in vollen Zügen genießen – kühl, glücklich und bestens versorgt.

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